Details
ISBN/EAN: 978-8-02-734655-4
Einband: kartoniertes Buch
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Übersetzer:
Alfred Ruhemann
Alfred Ruhemann
Auflage:
1. Auflage 2022
1. Auflage 2022
Erschienen am:
15.12.2022
15.12.2022
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
212 S.
212 S.
Format (T/L/B):
1.2 x 22.9 x 15.2 cm
1.2 x 22.9 x 15.2 cm
Hersteller:
e-artnow s.r.o.
kristoferpaetau@gmail.com
Za sidlistem 22
CZ 14300 Prague
e-artnow s.r.o.
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Die Bestie im Menschen (La bête humaine: Die Rougon-Macquart Band 17)
Mord, erbliche Triebe und Eisenbahnwelt im Schatten des Zweiten Kaiserreichs
Beschreibung
Émile Zolas Die Bestie im Menschen, siebzehnter Band des Zyklus Die Rougon-Macquart, verbindet Kriminalroman, Sozialstudie und naturalistische Tragödie. Im Zentrum stehen der Lokomotivführer Jacques Lantier, seine ererbte Mordlust, Séverine und Roubaud sowie die Eisenbahnlinie Paris-Le Havre als Symbol industrieller Moderne. Zolas präzise, dokumentarisch geschulte Prosa untersucht Begierde, Gewalt und Determination; zugleich entfaltet sie eine düstere Poetik der Maschine, in der menschliche Triebe und technischer Fortschritt unheimlich ineinandergreifen. Zola, Hauptvertreter des französischen Naturalismus, entwarf den Rougon-Macquart-Zyklus als literarisches Experiment über Vererbung und Milieu im Zweiten Kaiserreich. Seine journalistische Recherche, sein Interesse an Medizin, Psychologie und sozialer Wirklichkeit sowie seine kritische Beobachtung kapitalistischer Modernisierung prägen diesen Roman besonders stark. Die Eisenbahnwelt, die juristischen Verstrickungen und die pathologische Zeichnung Lantiers zeigen Zolas Anspruch, Gesellschaft und Körper gleichermaßen analytisch zu erfassen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die große Literatur nicht als bloße Unterhaltung, sondern als Erkenntnisinstrument schätzen. Die Bestie im Menschen ist ein spannender, verstörender und intellektuell anspruchsvoller Roman, dessen Fragen nach Schuld, Trieb, Technik und sozialer Ordnung bis heute eindringlich bleiben.