Details
ISBN/EAN: 978-3-86971-186-7
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
14.02.2019
14.02.2019
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
219 S.
219 S.
Format (T/L/B):
2 x 21 x 13.5 cm
2 x 21 x 13.5 cm
Hersteller:
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
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produktsicherheit@kiwi-verlag.de
Bahnhofsvorplatz 1
DE 50667 Köln
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Beschreibung
Manche Freundschaften halten länger als Länder existieren, und irgendwann ist die beste Freundin der Mensch, der einen am längsten kennt.Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen aus der Tschechoslowakei raus muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr oben und unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt. Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, zwischen den Familien und den Generationen, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.
Über Peggy Mädler
Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat Theater-, Kultur- und Erziehungswissenschaft studiert und in Kulturwissenschaften promoviert. Als freie Autorin und Dramaturgin arbeitet sie bundesweit mit verschiedenen Theatern, Regisseur*innen und Performancegruppen zusammen. 2011 erschien ihr erster Roman Legende vom Glück des Menschen, für Wohin wir gehen (2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg. 2024 erschien das Buch Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat von Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann. Im Frühjahr 2026 erschien zuletzt bei Galiani ihr Roman Selbstregulierung des Herzens.
Rezension
Ein zartes, liebevolles Buch über Freundschaft, über die Freundschaft zwischen zwei Frauen, ein Buch über Heimat und Entwurzelung und eine Hommage an die Kraft und den Zauber des Erzählens."In diesem Buch wird nicht effektgesteuerter Journalismus als Literatur getarnt, sondern hier geht es um die Kunst der Zwischenräume.Was bleibt – und wo und was ist Heimat? Das sind Fragen, die dieser spannende Generationenroman stellt.Der Autorin gelingt es, ihre Figuren in wenigen Strichen sehr pointiert zu charakterisieren. (...) Dass es hier um die großen existenziellen Fragen geht, registriert man gegen Schluss wie überrumpelt. (...) Ein Blick auf die frühe DDR, der heilsam ist, weil er frei von Klischees ist.Peggy Mädler schreibt über die Zwischenräume der Geschichte, und am Ende ist es ein Roman, der zeigt, wie das private Leben, die kleinen Geschichten von Familie und Freundschaft, mit der großen Geschichte zusammenhängen.Die Tonlage des Romans changiert zwischen feiner Melancholie und der Hoffnung, dass es sich lohnt, die Bruchstücke unseres Lebens zu einem sinnvollen Ganzen zu ordnen.Peggy Mädlers Roman, der auf 200 Seiten ein ganzes Jahrhundert überspannt, ist eine der Entdeckungen der diesjährigen Leipziger Buchmesse.
Schlagzeile
Was von Freundschaft und Familie übrigbleibt, wenn die Jahre ins Land gehen und dabei die Länder verschwinden