Die Besessenheit - Cover
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ISBN/EAN: 978-3-518-47582-9
Einband: kartoniertes Buch
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Originaltitel:
LOccupation
Übersetzer:
Sonja Finck
Sprache:
Deutsch
Umfang:
67 S.

Hersteller:
Suhrkamp Verlag GmbH
info@suhrkamp.de
Torstr. 44
DE 10119 Berlin


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12,00 €
inkl. MwSt.

Noch nicht lieferbar

Artikel erscheint am 16.12.2026

Beschreibung

Sie hat keine großen Gefühle mehr für ihn und trennt sich. Doch als er Monate später von einer anderen spricht, ist sie völlig aus der Bahn geworfen. Jetzt leidet sie, fühlt sich verschmäht, zurückgewiesen. Vor allem aber treibt die Frausie um, die ihren Platz eingenommen hat - ist sie schöner, ist der Sex mit ihr besser? Diese Fremde wird zu einer Obsession, einer Art Wahn, einem ständigen Albtraum, aus dem es womöglich kein Erwachen mehr gibt. In klaren, fast klinischen Sätzen schreibt Annie Ernaux über die perfide Wucht von Eifersucht, über drohende Selbstauflösung und den aberwitzigen Versuch, in eigener Sache Gewissheit zu erlangen.

Über Annie Ernaux

Informationen zu Annie Ernaux auf suhrkamp.de

Rezension

»Annie Ernaux wäre nicht die Grande Dame der Autofiktion, wenn es ihr nicht gelänge, selbst die abgründige Profanität der Eifersucht so zu beleuchten, dass man ihr gern folgt ...«»[Es] gelingt Ernaux, alle Facetten des von ihr durchlebten Zustandes [der Besessenheit] sprachlich zu fassen, in ihrem knappen, präzisen und zugleich unsentimentalen Stil. ... Mit dieser einzigartigen Verschränkung von Leben und Kunst hat Annie Ernaux das Genre der autofiktionalen Literatur ganz neu belebt.«»Ernaux bietet ein beeindruckendes Panorama an Gedanken und Gefühlen, vom rasenden Wahnsinn über die Mordlust zu Überlegungen erotischer Natur, bewahrt dabei aber einen selbstironischen Humor, sodass dieses kurze Buch die Leser lange beschäftigt.«»Subtil und doch konsequent entfaltet Ernaux ihre persönliche Poetik.«»Annie Ernaux macht Ernst mit Prousts Vermutung, dass Liebe nur ein seltener Sonderfall von Eifersucht ist.«»In ihrem schmalen, sehr komprimierten Buch ... schreibt [Ernaux] skrupulös, detailversessen und scharfsinnig an einer Phänomenologie emotionaler Vergiftung.«»Was Annie Ernaux wunderbar versteht, sie zeigt an sehr persönlichem Erleben, wie viel Privates im Allgemeinen steckt und umgekehrt. Und wie schnörkellos schlicht gute (auch unterhaltsame) Literatur sein kann.«»Die französische Nobelpreisträgerin zerlegt in diesem schmalen, autofiktionalen Werk mit klinischer Präzision ein archaisches, übermächtiges Gefühl, das am Ende zur Selbstentfremdung, ja zur Selbstaufgabe führt.«»Wie immer zeigt Ernaux kein Erbarmen und richtet den Blick gnadenlos auf sich selbst.«»Ernaux hat aus dem eigenen Leben Literatur gemacht, die bleibt – weil sie von uns allen erzählt.«»Ernaux macht den Schmerz, der sich vor allem in ihrer Innenwelt abspielt, gekonnt spürbar.«»Ein Buch von großer Klarheit und bedrückender sprachlicher Schönheit.«»In diesem starken Text über die Eifersucht, der die Leserin körperlich mitleiden lässt und sich bis in Stalking- und Gewaltfantasien steigert, öffnet Ernaux wie nebenbei die größere Dimension dieses Gefühls: Schreiben ist im Prinzip nichts anderes als eine Eifersucht auf die Wirklichkeit.« »Sonja Finck hat Annie Ernaux' klare Sprache grandios treffend ins Deutsche übersetzt. Die Besessenheit ist die literarisch enorm dichte Selbsterkundung einer Frau, die mit großer Empathie, aber rückblickend auch selbstironisch auf ihr früheres Ich schaut. Und dabei Grundsätzliches nicht nur über die Eifersucht, sondern über große Gefühle allgemein und über das Schreiben formuliert.« »Ein funkelndes Stück brillanter Selbsterkundungsprosa.«»[W]ie immer [wurde Ernaux] wunderbar übersetzt von Sonja Finck ... Ohne Scham und moralisches Urteil schreibt Annie Ernaux darin über ihre Eifersucht. ... [Ein] Erlebnis ...«»Eine quälende, ungemein aufschlussreiche Lektüre.«»Ernaux gelingt es, die Eifersucht als wesens- und weltveränderndes Gefühl zu durchleuchten ohne darüber in Dramatik zu verfallen.«»Schonungslos und selbstironisch exploriert Ernaux 2002 die Widersprüche ihrer Eifersucht und schreibt sich frei.«