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ISBN/EAN: 978-3-8353-6001-3
Einband: gebundenes Buch
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Übersetzer:
Irina Bondas
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
272 S.
Format (T/L/B):
2.6 x 20.6 x 12.8 cm

Hersteller:
Wallstein Verlag GmbH
info@wallstein-verlag.de
Geiststr. 11
DE 37073 Göttingen


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'Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden'

Ukrainische Meistererzählungen des frühen 20. Jahrhunderts, Ukrainische Bibliothek

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Beschreibung

Eine literarische Reise durch die Ukraine des frühen 20. Jahrhunderts: durch Dörfer, Städte und Revolutionen. Die Texte sind allesamt Meisterwerke der Erzählung. Katja Petrowskaja stellt mit dieser sorgsam komponierten Sammlung die Vielschichtigkeit ukrainischer Erzählungen und Novellen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor. Die modernistische Weltsicht wechselt mit realistischen Erzählungen, ornamentale Prosa mit poetischen Skizzen. In den Texten stehen sich das städtische Leben der oberen Schichten und die Dörfer mit ihren verbindungstiftenden Sitten und gleichzeitig erschreckender Armut, farbenreiche halb-folkloristische mit schlichten alltäglichen Szenen gegenüber. Diese Welt befand sich gerade im Wandel, eine neue Zeit begann mit anderen sozialen, kulturellen und historischen Bewegungen. In vielen Erzählungen kommt ein Zug als Ort der menschlichen Begegnungen vor; er steht symbolisch für eine neue Epoche der sozialen Umbrüche und technischen und gesellschaftlichen Revolutionen. Die Textauswahl präsentiert die Vielfalt eines großen Landes und die Modernität seiner Literatur von Iwan Franko bis Warwara Tscherednytschenko. Für alle, die einen Zugang zur zeitgenössischen ukrainischen Literatur bekommen möchten, ist dieses Buch ein Muss: vielstimmig, sensibel, von eindringlicher Schönheit.

Rezension

»Zugleich erzählen die ›Meistererzählungen‹ (…) mal in erzählerischer Tiefe, mal in eher trivialliterarischem Duktus von der Reibung des Individuums an gesellschaftlichen Erwartungen und an den Unwägbarkeiten der großen Geschichte. Sie führen vor Augen, wie sehr die ukrainische Literaturtradition geprägt ist von den europäischen Ideen der Psychoanalyse, des Individuums und der Suche nach Selbstbestimmung und Freiheit.« (Cornelius Wüllenkemper, Deutschlandfunk Büchermarkt, 24.06.2026) »Allen Texten des Bandes ist eine starke poetische und auch kritische Kraft zu eigen. Sie zeigen einmal mehr, wie unendlich reich und vielfältig sich die ukrainische Literatur gestaltet, die zur Kenntnis zu nehmen uns glücklicherweise mehr und mehr ermöglicht wird.« (Tobias Schwartz, Berliner Morgenpost, 11.07.2026)