Details
ISBN/EAN: 978-3-7371-0114-1
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Erschienen am:
15.06.2021
15.06.2021
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
400 S., 40 s/w Illustr., Zahlr. s/w Abb.
400 S., 40 s/w Illustr., Zahlr. s/w Abb.
Format (T/L/B):
3.5 x 22 x 15 cm
3.5 x 22 x 15 cm
Hersteller:
Rowohlt Berlin Verlag GmbH
Rowohlt Berlin Verlag GmbH
produktsicherheit@rowohlt.de
Kreuzbergstraße 30
DE 10965 Berlin
Rowohlt Berlin Verlag GmbH
Rowohlt Berlin Verlag GmbH
produktsicherheit@rowohlt.de
Kreuzbergstraße 30
DE 10965 Berlin
Weitere Details
arrow_forward_ios
falls nicht am Lager lieferbar innerhalb 24 Stunden
Beschreibung
Es sieht nicht alles schlimm aus in den achtziger Jahren. Aber vieles. Es ist das Jahrzehnt der explodierenden Dauerwellen und Pornoschnauzbärte, der aufgepumpten Schulterpolsterjacketts und schrillen Herumprotzerei; in den Achtzigern werden die Yuppies zu Vorreitern einer neuen Egoistenkultur. Doch gleichzeitig herrscht die Angst vor der Apokalypse, vor dem Atomtod und der Umweltzerstörung; die Menschen sehnen sich nach Utopien und Zukunft, nach neuer Gemeinschaft und Wärme. Helmut Kohl lässt die 'geistig-moralische Wende' ausrufen, aber Hunderttausende demonstrieren auch fur Frieden und Abrustung, die Grunen etablieren sich als politische Kraft. Die Popkultur wird zum Schauplatz der feministischen und schwulen Emanzipation, mit dem Hip-Hop erhalten Minderheiten eine Stimme, die bis dahin fast unsichtbar waren. Eine ganze Generation lernt am Commodore 64 das Programmieren und begibt sich auf den Weg in die digitale Gesellschaft. Am Ende des Jahrzehnts fällt die Berliner Mauer, eine Umwälzung, die unsere Welt bis heute prägt. Jens Balzer bringt die Widerspruche der Achtziger zum Leuchten, ihre befremdlichen Moden und bizarren Lebensstile ebenso wie ihren Revolutionsdrang, in dem die Wurzeln unserer Gegenwart liegen.
Über Jens Balzer
Jens Balzer, geboren 1969, ist Autor und Kolumnist u.a. fur die 'Zeit', 'Rolling Stone', den Deutschlandfunk und radioeins. Er war stellvertretender Feuilletonchef der 'Berliner Zeitung' und hat als Kurator an der Volksbuhne am Rosa-Luxemburg-Platz gearbeitet. Heute betreut er den Popsalon am Deutschen Theater in Berlin und ist künstlerischer Berater des Donaufestivals Krems. 2016 erschien sein vielgelobtes Buch 'Pop'. Über 'Das entfesselte Jahrzehnt. Sound und Geist der 70er' (2019) schrieb 'Der Tagesspiegel': 'So lehrreich wie unterhaltsam. Am Ende ist man um nie geahnte Erkenntnisse reicher - und wünscht sich, dass sich der Autor bald das nächste Jahrzehnt vornehmen möge.'
Rezension
Jens Balzer, einer der profiliertesten deutschen Popjournalisten, hat tatsächlich die Kulturgeschichte einer Dekade geschrieben.Ein bestechender Blick auf die 1980er Jahre ... Jens Balzer ist nicht nur ein brillanter Autor, er wählt auch überraschende Zugänge.Wer verstehen will, was dieses Jahrzehnt an ideologischen, technischen und gesellschaftlichen Neuerungen gebracht hat, wird das Buch mit einer Mischung aus epiphanischer Begeisterung und intellektueller Neugier lesen.Kurzweilig und kenntnisreich ... Ein höchst süffiges Lese- und Erinnerungsbuch.Höchst lesenswert ... eine kurzweilige, flotte, erkenntnisfördernde Reise durch den Zeittunnel.Eine gescheite, detaillierte und süffig geschriebene Kulturgeschichte ... Wichtig ist dieses Buch nicht zuletzt deshalb, weil es die 1980er Jahre als Labor für unsere Gegenwart beschreibt.Jens Balzer ist in der Lage, intelligent und mit Humor über die achtziger Jahre zu schreiben, und zeigt uns, wie sehr sie unsere Gegenwart prägen.Ein smarter Mix aus Politischem, Gesellschaftlichem und Kulturellem.Jens Balzer ist ein weit über die allfälligen Erinnerungen an Schulterpolster und Pornoschnauzer hinausgehendes Charakterporträt eines Zeitalters gelungen.Das Porträt eines Jahrzehnts ... erhellend und unterhaltsam zugleich.Glänzend geschrieben.Ein Jahrzehnt als Energydrink ... ein kühnes, detailreiches und brillant geschriebenes Buch.So kenntnisreich wie unterhaltsam.Lustiger und klüger kann man nicht schreiben.
Schlagzeile
Bunt und bizarr, voller Untergangsfurcht und Zukunftslust: die 80er