Details
ISBN/EAN: 978-3-658-15135-5
Einband: kartoniertes Buch
Weitere Details
Auflage:
2. Auflage 2027
2. Auflage 2027
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
400 S.
400 S.
Hersteller:
Springer VS in Springer Science + Business Media
juergen.hartmann@springer.com
Abraham-Lincoln-Straße 46
DE 65189 Wiesbaden
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Heidegger und das totalitäre Denken
Studien zur Struktur, Wirkung und Entkräftung
Beschreibung
Die Erwartungen Heideggers an den Nationalsozialismus wie seine Vorbehalte ihm gegenüber werden durch eine bloße textimmanente Interpretation seines Denkens nicht verständlich, aber auch nicht durch dessen bloße Rückführung auf die NS-Ideologie. Seine Intentionen und die dunklen Stellen in seinem Werk werden erst dann transparent, wenn die allgemeineren totalitären Elemente und fundamentalistischen Motivierungsabsichten freigelegt werden, von denen sie getragen sind. Heidegger hat sie mittels begrifflicher Formalisierungen, dislozierter Definitionen, flüchtiger Andeutungen und scheinbar nebensächlicher Verweise, ja sogar durch das Legen falscher Fährten larviert. Wird die penible Lektüre seiner Texte, privaten Briefe und nun auch der Schwarzen Hefte mit der archivalischen Erforschung seines tatsächlichen Bezugsfeldes verbunden, stellen sich überraschende neue Erkenntnisse ein. Zu ihnen gehören auch erste Belege dafür, daß Heidegger in verdeckter Weise Argumentationen mediokrer deutsch-völkischer Autoren von früh an in sein System integrierte.
Über Reinhard Linde
Reinhard Linde, geboren 1955 in der ehemaligen DDR, ist Historiker und Philosoph. Er wandte sich schon vor dem Fall der Mauer der Totalitarismusforschung zu und wurde deshalb von der Staatssicherheit verfolgt. Er arbeitet als freier Autor in Berlin.