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ISBN/EAN: 978-3-518-42585-5
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
28.03.2017
28.03.2017
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
477 S.
477 S.
Format (T/L/B):
3.8 x 21.3 x 13.5 cm
3.8 x 21.3 x 13.5 cm
Hersteller:
Suhrkamp Verlag GmbH
info@suhrkamp.de
Torstr. 44
DE 10119 Berlin
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DE 10119 Berlin
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Beschreibung
'In diesen Roman geriet ich aus Versehen oder vielmehr durch eine Bequemlichkeit.' Dieser Satz eröffnet eine Recherche, über das Leben zweier Familien während des vergangenen Jahrhunderts. Ein Roman also des 20. Jahrhunderts, der des Schriftstellers Rainer Trutz und der von Waldemar Gejm, einem Professor für Mathematik und Linguistik an der Lomonossow-Universität, der seit Jahren ein neues Forschungsgebiet entwickelt: die Mnemotechnik, die Lehre von Ursprung und Funktion der Erinnerung. Die parteioffizielle Gedächtnissteuerung staatlicher Stellen wird Trutz wie Gejm in den darauffolgenden Jahren zum Verhängnis: Der Deutsche wird in einem sowjetischen Arbeitslager erschlagen. Die Umschwünge der Politik des Genossen Stalin führen im Falle Gejm zur Deportation mit anschließendem Tod. Nur die beiden Söhne, Maykl Trutz und Rem Gejm, überleben und begegnen sich Jahrzehnte später, im wiederhergestellten Deutschland und machen fast dieselben Erfahrungen wie ihre Väter. In seiner objektiven und zugleich einfühlenden Chronik der Lebensläufe zweier Familien bündelt Christoph Hein die vergebliche Hoffnung auf eine Existenz jenseits von Elend und Sklaverei. Und so ist ihm ein Jahrhundertroman im zweifachen Sinn gelungen: ein Jahrhundert umgreifend, ein Jahrhundert widerspiegelnd, ein Jahrhundert verstehbar zu machen und nachzuerleben.
Über Christoph Hein
Informationen zu Christoph Hein auf suhrkamp.de
Rezension
»Dieser Roman sollte Pflichtlektüre in Schulen und so zu einer Flaschenpost der Aufklärung werden ... «
»
Trutz
ist, im besten Sinne, ein spannendes Geschichtsbuch.«
»Hein knüpft auch mit dieser historisch ausgreifenden Geschichte mühelos an die erzählerische Virtuosität an … Dieser Roman ist ungemein packend und berührend.«»Erneut gelingt es dem leidenschaftlichen Chronisten Hein, die historischen Ereignisse ganz im Erleben seiner Protagonisten zu spiegeln und verheerende Ereignisse wie die Bücherverbrennung vom Mai 1933 oder den Hitler-Stalin-Pakt vom August 1939 in persönliche Notlagen zu transformieren.«»Hein ist – dem Thema zum Trotz – ein lustvoller Fabulierer, dem man auch in die dunklen Ecken seines Familienepos folgt. Sein Setting hat er exakt recherchiert und detailselig nachgebaut ... «» ... ein großer Roman, der Richtung Langzeitgedächtnis drängt.«»Der Roman stellt keinen Gewinner im Kampf zwischen Wissenschaft und Kunst fest. Ist er er doch beides: Große Erzählkunst und Ergebnis akribischer wissenschaftlicher Recherche.«»Hein schreibt seine Familiensaga mit kühler, dokumentarischer Präzision. Akribisch hat er deutsche und russische Akten durchwühlt, all die Archive der Denunziationen und Todesurteile. Er blättert Opfer-Biographien auf, erzählt Schicksale, die uns in Trauer und Wut versetzen. Statt literarischer Pirouetten wuchert Hein mit Weltgeschichte, sein Roman ist eine erschütternde Chronik des Schreckens.«»Ein großer Roman, mit dem der deutsch-deutsche Chronist Christoph Hein sein imposantes Lebenswerk fortschreibt.«»Hein erzählt gewohnt unprätentiös,kunstlos, bei aller Einfachheit aber nie banal. Die härtesten Schläge für Hein mit einer Beiläufigkeit aus, die atemberaubend ist.«
» Christoph Hein, einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller, legt mit dem bitteren Roman
Trutz
ein beeindruckendes und schmerzendes Buch vor. Als genau beobachtender Chronist, mit großem Gespür für die Verwerfungen der Gesellschaft ... ... ein brillant recherchiertes Buch.«